Lachen oder auch Lächeln hat einen positiven Effekt: es stärkt das Immunsystem, entspannt und verbessert das Wohlbefinden. Lachen ist gesund! Das wusste schon Aristoteles. Soll er doch gesagt haben: „Lachen ist eine körperliche Übung von großem Wert für die Gesundheit.“ Ja! – Und vor allem, wenn das Lachen mit echter Freude verbunden ist.

Humor ist eine Haltung oder Eigenschaft, die einem entweder schon die Wiege gelegt wurde oder die man sich antrainieren kann. Wer die witzigen Seiten in positiven wie negativen Situationen erkennen kann, baut leichter Stress und Ängste ab. Gleichzeitig wird das Selbstbewusstsein gefördert und schwierige Situationen werden besser bewältigt. Humor hilft physische, kognitive, emotionale und soziale Gesundheit zu stärken: beispielsweise eine höhere Schmerz- und Stresstoleranz zu haben, gute Laune zu fördern, Kreativität zu erhöhen, freundlicher Aufzutreten, bessere Beziehungen zu anderen zu haben.

Die positiven Wirkungen des Lachens:

Lachen stärkt das Immunsystem

Forschungen haben gezeigt, dass bei lachenden Menschen die Zahl der körpereigenen Abwehrzellen steigt. Die Anzahl an Immunglobulinen, die Infektionen vorbeugen, steigt ebenso wie die Anzahl an Zytokinen, die als Bestandteile weißer Blutkörperchen der körpereigenen Abwehr dienen. Diese Immunglobulin-Effekte können sogar bis zu zwölf Stunden anhalten. 

Lachen stärkt das Herz

Die durchblutungsfördernde Wirkung des Lachens trägt zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Krankheiten bei und senkt den Blutdruck. Prof. William Fry vom Institut für Humorforschung an der Stanford Universität in Kalifornien fand heraus, dass 20 Sekunden Lachen den Körper mindestens genauso fordern wie drei Minuten Joggen.

Wenn Sie lachen, trainieren Sie also Ihr Herz-Kreislaufsystem. Menschen, die häufig lachen, haben tatsächlich seltener Herzinfarkte und Depressionen.

Beim Lachen können mehrere hundert Muskeln beteiligt sein: von der Gesichtsmuskulatur über die Atemmuskulatur bis hin zur gesamten Körpermuskulatur, wenn Sie sich vor Lachen biegen. Beim Lachen atmen Sie deutlich tiefer und Sie versorgen Ihren Körper mit mehr Sauerstoff. Die Bronchien öffnen sich und die Lunge wird durchlüftet. Für das Blut ergibt sich so ein reinigender Effekt. Kohlensäure wird als ein Abfallprodukt des Fettverbrennungsvorgangs ausgestoßen. 

Lachen wirkt bei Schmerzen

Wer ausgiebig lacht, schüttet Endorphine aus. Das sind schmerzhemmende Signalstoffe, die das Schmerzempfinden senken.

Lachen hilft gegen Stress

Nach einer Lachphase sinkt der Spiegel des Stresshormons Cortisol im Blut. Auch die Produktion von Adrenalin wird gebremst. Anspannung und Stress lassen nach.

Lachen macht glücklich

Im Gehirn wird die Ausschüttung von Glückshormonen, wie Serotonin, angeregt.

Lachen fördert Verbundenheit

Gerade in der Führung und im Kollegenkreis hat Lachen eine wunderbare Wirkung. Lachen macht sympathisch. Lachen baut Spannungen und Hemmungen ab. Es bricht das Eis. Lachen schafft Nähe und Vertrauen.

Dabei gibt es unterschiedliche Formen des Lachens: 

  • Das herzhafte Lachen, wenn Sie sich köstlich amüsieren.
  • Das befreiende Lachen, wenn sich eine Anspannung löst.
  • Das fröhliche Begrüßungslachen, wenn Sie sich freuen, jemanden zu sehen.
  • Das verlegene Lachen, wenn Sie glauben, einen Fehler gemacht zu haben oder unsicher sind.
  • Das entschuldigende Lachen, wenn Sie Konflikte oder Missstimmungen beseitigen möchten.

Lachen hat also ganz verschiedene Funktionen. Am schönsten aber ist natürlich das Lachen, das mit großer Freude einhergeht.

Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht? Wirklich aus vollem Herzen? Während Kinder bis zu 400 Mal am Tag lachen, tun es Erwachsene nur noch bis zu 15 Mal. Gelotologie – so nennt sich das Fachgebiet, das die Wirkung des Lachens auf Körper und Psyche untersucht.

Aber wie kann man sich selbst zum Lachen anregen?

Praxistipp: Trainieren Sie Ihren Humor - So haben Sie mehr zu lachen!

Achtsamkeit

Können Sie über das Leben lachen? Haben Sie gern und oft Spaß? Wenn ja, wann? Wenn nein, warum nicht? Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die heiteren Momente in Ihrem Alltag aus. Dabei helfen folgende Fragen: Wann und worüber habe ich heute gelacht? Habe ich heute jemanden angelächelt? Wen? Welche Situationen haben mich wirklich amüsiert? Worüber lache ich eigentlich?

Medien richtig nutzen

Kino oder Fernsehfilm: Lieber Action oder Comedy? Suchen Sie sich doch das nächste Mal ganz bewusst etwas aus, das Sie zum Lachen bringt. Gleiches gilt für Bücher und Social Media. Wählen Sie gezielt und sinnvoll aus, was Sie konsumieren.

Lächeln!

Lächeln Sie das nächste Mal bewusst jemanden an: bei der Begrüßung, Ihre Kollegen, wenn Sie mit anderen Blickkontakt haben, beispielsweise in Besprechungen, oder die Kassiererin im Supermarkt, den Chef, die Mitarbeiter Sie werden sehen, Ihr Gegenüber reagiert und die Atmosphäre wird tatsächlich noch angenehmer. Lächeln und Lachen ist ansteckend!

Konfliktmanagement

Wenn Sie sich in einer angespannten Situation befinden, versuchen Sie mal einen Schritt zurück zu machen und statt eventuell ärgerlich zu werden, zu lachen. Ein auflockernder Spruch über die verkorkste Situation kann angestrengte Problemlösungsorientierung verhindern. Aber natürlich gilt es vorsichtig zu sein. Manche Menschen glauben, dass sie oder das Problem nicht ernst genommen werden, wenn jemand einen Witz darüber macht. Hier gilt es natürlich eine Gratwanderung zu vollziehen, um einerseits die Ernsthaftigkeit zu wahren, aber andererseits etwas Leichtigkeit in die Herausforderung zu bringen.

Lach-Yoga

Besuchen Sie doch mal einen Lach-Yoga-Kurs. Da geht es besonders lustig zu. Allerdings wird Ihnen nicht ein Witz nach dem nächsten erzählt, sondern Sie machen Übungen, in denen Sie erst einmal rein motorisch lachen. Obwohl es zu Beginn ein absichtliches künstliches Lachen ist, geht dies nach einiger Zeit in ein natürliches Lachen über. Sie trainieren, wie Sie immer schneller in ein echtes, herzhaftes Lachen kommen und eine heitere Stimmung erreichen. Das wirkt zu Beginn natürlich etwas ungewohnt und kann auch erst mal ganz schön peinlich sein. Wenn Sie aber erst einmal durch diese Phase durch sind, lachen Sie sich schlapp – und zwar immer dann, wenn Sie es wollen. Sie beeinflussen Ihre Stimmung, ohne dass Sie auf Reize aus der Umgebung angewiesen sind.

Über den Körper zur richtigen Stimmung

Sie können jederzeit - auch ohne Kurs und sogar wenn Sie allein sind und vielleicht gerade eine schlechte Stimmung haben - bewusst lachen oder lächeln. Dabei werden Sie sich wahrscheinlich erst mal komisch und unangenehm berührt fühlen. Aber: Selbst durch mechanisches Lachen oder Lächeln aktivieren Sie unterschiedliche Bereiche im Gehirn. Sie müssen nur ein wenig durchhalten und nicht gleich nach ein paar Sekunden wieder aufhören. Dann werden Sie nach einiger Zeit merken, dass Ihre Laune steigt!

Humor und Komik: zwei Gegensätze, die sich anziehen.

Übrigens: Es gibt einen Unterschied zwischen „Humor haben“ und „komisch sein“. Wer komisch ist, versucht andere Menschen zum Lachen zu bringen. Etwa durch das Erzählen von lustigen Geschichten oder Witzen. Dahinter steckt in der Regel jedoch noch eine andere Strategie als sich selbst zu erfreuen. Oft geht es darum, akzeptiert und wertgeschätzt zu werden, weil man andere zum Lachen bringt. Manchmal funktioniert das, manchmal nicht.

Wer jedoch wirklich einen gesunden Sinn für Humor hat, verfügt über die Fähigkeit, sich zu entspannen, das Leben nicht so ernst zu nehmen und über sich selbst zu lachen. Dafür muss man nicht unbedingt der geborene Komiker sein und ständig Witze erzählen.

Ein Versuch, Sie zum Lächeln zu bringen.

Okay – Humor ist so unterschiedlich, wie wir Menschen es sind. Nicht jeder kann über etwas lachen, worüber sich der nächste wieder köstlich amüsiert. Daher ist es natürlich an dieser Stelle schwierig, einen Witz zu machen, über den jeder lachen kann. Aber in einem Beitrag über Humor darf das natürlich nicht fehlen. Daher möchte ich es nicht versäumen, es wenigstens zu versuchen, Sie ein klein wenig zum Schmunzeln zu bringen – auch, wenn ich mich damit aufs Gleiteis begebe: Hier nun ein paar sehr kurze Flachwitze … 

  • „Ich habe einen Joghurt fallen gelassen. Er war nicht mehr haltbar.“
  • „Ich war doch gestern gar nicht so betrunken, oder?“ 
    „Alter, du hast den Duschkopf in den Arm genommen und gesagt er soll aufhören zu weinen!“
  • Tausche Arbeitsplatz: 25 h/Woche, knapp 4000 € Netto, mit netten Kollegen, freier Zeiteinteilung und einem sehr coolem Chef. Urlaubsgeld und 13. Gehalt. Gegen meinen! 😉
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