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Warum es gut ist, sich nicht gut zu fühlen. – Selbstmanagement mit Emotionaler Intelligenz

Sie fühlen sich manchmal nicht gut? – Herzlichen Glückwunsch! Sie nehmen sich nicht nur wahr, Sie haben auch den Mut, sich Ihre Gefühle einzugestehen. Eine wichtige Fähigkeit der Emotionalen Intelligenz. Die Kunst dabei ist, sich nicht von diesen unangenehmen Emotionen übermannen zu lassen oder gleich in Aktionismus zu gehen, um diese Gefühle los zu werden, sondern gewinnbringend damit umzugehen.

Wie das geht?

Als erstes gilt es, achtsam zu sein und inne zu halten. Achtsamkeit ist eine hohe Form des Selbstmanagements. Wirkliche Achtsamkeit unterbricht die automatischen Vorgänge. Es ist die Fähigkeit, direkt wahrzunehmen, was im Moment passiert – und zwar ohne zu urteilen! Und genau letzteres ist entscheidend! Wenn wir bemerken, welche Automatismen ablaufen, welche Gedanken und Glaubenssätze wir haben, welche körperlichen Reaktionen und Gefühle, ohne diese sofort zu bewerten und verändern zu wollen, schaffen wir Distanz. Ein erster, wichtiger Schritt, innere Ruhe zu erlangen.

Beim Selbstmanagement regulieren wir uns und unsere Emotionen, Gedanken und unser Verhalten. Es geht darum, Situationen zu meistern, obwohl wir die äußeren Rahmenbedingungen, die diese unangenehmen Emotionen ausgelöst haben, vielleicht erst mal nicht ändern können. Beispielsweise, wenn Ihr Chef Sie geärgert hat, die Kollegen unfreundlich sind, sich die Kundenbeschwerden häufen, Zeit und Budget zu knapp sind oder gerade einfach gar nichts funktioniert. Auch dann – oder gerade dann gilt es, gut mit sich selbst umzugehen. Gelassener, konstruktiver und gesünder zu fühlen und zu handeln.

Mit Achtsamkeit können Gefühle gewandelt und Gehirnstrukturen verändert werden.

Esoterischer Quatsch oder knallharte Wissenschaft?

Forschungen haben gezeigt, dass mentale Techniken körperliche Veränderungen, wie die Entwicklung neuer Gehirnstrukturen, herbeiführen können. Jede Gewohnheit und Routinen, die wir haben, bilden sich in neuronale Netze in unserem Gehirn ab. Jede Emotion löst chemische Prozesse in unserem Körper aus. Diese haben wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit, wie erfolgreich wir sind und wie bereichernd unsere beruflichen wie privaten Beziehungen sind. Wer will, kann sich umprogrammieren und sich von belastenden Mustern befreien. Verdrängung führt im Gegensatz dazu zur Festigung von Routinen und Gewohnheiten, mit denen wir uns gegebenenfalls selbst schädigen. Achtsamkeit ist eine Technik, die uns hilft, neue Programme zu installieren, um gesünder, zufriedener und erfolgreicher zu werden.

Praxistipp: So können Sie Routinen und Emotionen verändern

Gewohnheiten verändern

Wenn wir Automatismen durchbrechen wollen, müssen wir uns diesen erst mal bewusst werden. Innere Distanz schaffen und annehmen. Um innere Distanz und Akzeptanz zu schaffen, gibt es ein "Hilfsmittel": Konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem und lassen Sie los. Die Brücke zwischen Ihren Emotionen, Ihrem Körper und Ihren Gedanken ist Ihr Atem. Klingt vielleicht banal, ist aber höchst effektiv. Noch dazu in jeder Situation anwendbar. Sie können sofort anfangen und brauchen nichts zu verändern. Der positive Einfluss eines ruhigen Atems auf unser Herz und unser Gehirn ist mittlerweile auch wissenschaftlich erwiesen. Nachweislich wird durch den Atem unser autonomes Nervensystem reguliert. Es ist unmöglich, einerseits ruhig und entspannt zu atmen und andererseits aufgeregt zu sein. Über unsere Atmung wird der Körper entspannt oder angespannt. Das können wir nutzen, um unseren Organismus durch gezieltes ruhiges Atmen in einen entspannteren Zustand zu versetzen und damit auch unsere mentale Befindlichkeit zu verbessern.Funktioniert auch wunderbar in Besprechungen! Gerade, wenn Sie sich ärgern, unruhig werden oder genervt sind. Lassen Sie Ihren Atem einfach erst mal so fließen, wie er kommt und geht und konzentrieren Sie sich darauf. Wenn es Ihnen zusätzlich hilft, können Sie auch Ihre Gedankenkarussell anhalten, indem Sie sich selbst sagen: „Ich atme ein und bin mir meines Atems bewusst. Ich atme aus und bin ich mir meines Atems bewusst.“ Sonst nichts. Sie werden schnell merken, dass Sie so ruhiger werden. Und dann gelingt es Ihnen auch besser, ziel- und lösungsorientiert in diesen Situationen zu agieren.

Neue Emotionen erzeugen

Manchmal reicht es schon, diesen inneren Abstand zu haben, damit sich etwas verändert. Und mit diesem Abstand auf sich selbst zu schauen. Ohne weiteres zu tun. Es kann aber auch ein zweiter Schritt erfolgen: Die aktive Schaffung neuer, gewinnbringender Emotionen. Sie können diese Art der Atmung steigern, indem Sie sich gleichzeitig ein gutes Gefühl aufrufen. Wie würden Sie sich gern in dieser Situation fühlen? Gelassener? Wertschätzender? Selbstsicherer? Motivierter? Es empfiehlt sich, eine Emotion zu nehmen, die Sie bereits kennen. Als Hilfsmittel können Sie sich eine Situation vorstellen, in der Sie diese Emotionen bereits erlebt haben. Wichtig ist, dass Sie nicht nur daran denken, sondern sich auch wirklich in dem Moment so fühlen. Denn Emotionen verursachen direkt chemische Reaktionen in Ihrem Körper und haben Einfluss auf Ihr Denken. Verändern sogar Gehirnstrukturen. Das ist messbar. Wenn Sie regelmäßig üben, sich in solche gewünschten Zustände zu versetzen, werden Sie es auch in Stresssituationen leichter umsetzen können.

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2019-05-12T09:06:14+00:00By |0 Comments

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