Die Psychische Gefährdungsbeurteilung (PGB)

§ 5 Arbeitsschutzgesetz

Gesetzliche Pflicht und sinnvolles Erfolgsinstrument!

Die Zahl der psychischen Erkrankungen steigt.

2013

waren psychische Erkrankungen die Ursache für 82 Millionen AU-Tage und somit für 13,4 % der gesamten Fehltage.

2015

stieg diese Zahl bereits auf 16,2 % an.

2016

belegten psychische Erkrankungen mit 19 % schon den zweiten Platz bei den Krankschreibungen.

2018

ist die Tendenz weiter steigend.

Das Problem für Unternehmen:

Lange Ausfallzeiten, innere Kündigungen und hohe Kosten.

Psychische Gefährdungsbeurteilung

Die Lösung:

Reduzierung des Risikos durch die Psychische Gefährdungsbeurteilung.

Die gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage

Seit dem 01.01.2014 ist die PGB für alle Arbeitgeber gesetzlich als Pflicht verankert (§ 5 ArbSchG). Sie dient dazu psychische Belastung der Mitarbeiter im Unternehmen zu identifizieren und abhängig von den Ergebnissen passende Maßnahmen bedarfsorientiert zu bestimmen und umzusetzen (§ 3 ArbSchG).

Auf Nachfrage muss ein Arbeitgeber nachweisen, die PGB durchgeführt und – falls erforderlich – entsprechende Schritte zur Senkung der Belastung ergriffen zu haben.

Gesunde Selbstführung

Die Praxis

  • Senkung der Fluktuationsraten und Ausfallzeiten.
  • Förderung eines bewussten Miteinanders.
  • Motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter.
  • Erhöhung der Identifikation der Mitarbeiter*innen mit dem Unternehmen.
  • Imageverbesserung und Stärkung der Arbeitgebermarke (Employer Branding).
  • Wettbewerbsvorteil bei der Mitarbeiterrekrutierung und -bindung (Retention Management).
  • Erhöhung der Arbeits- und Lebensqualität.
  • Ausschluss von Bußgeldern und Regressansprüchen gegenüber Kostenträger.

Der Prozess

Je nach Unternehmensgröße bieten sich unterschiedliche Befragunginstrumente an.

Planung, Organisation und Information

Planung, Organisation und Information

  • Steuerkreis bestimmen
  • Befragungszeitraum festlegen
  • Aufteilung in Standorte und Unternehmensbereiche
  • Information der Mitarbeiter
Befragung der Mitarbeiter*innen

Befragung der Mitarbeiter

  • Anonyme, digital durchgeführte Befragung:
  • Durchführungsdauer: ca. 2 bis 3 Wochen
  • Beantwortungsdauer je Mitarbeiter: 5 bis 10 Minuten bei anonymisierter, digitaler Befragung
  • Anonym und DSGVO-konform
  • Teilnahme über Web, App oder Befragungsstation (Tablet)
  • Mehrsprachigkeit möglich
  • Zusätzliche Befragungsformate:
  • Mitarbeiter-Interviews
  • Experten-Interviews
  • Workshops
  • Stille Beobachtungen
  • Teilnehmende Beobachtungen
Ergebnisbericht

Ergebnisbericht

  • Zwei Wochen nach Ende der Befragung
  • Gesamterergebnisbericht
  • Standortberichte
  • Berichte jeweils für Unternehmensbereiche
Ergebnisanalyse

Ergebnisanalyse

  • Vorstellung und Analyse der Ergebnisse im Steuerkreis
  • Ableitung von Maßnahmen für identifizierte Belastungen
Evaluierung

Evaluierung

  • Nach 6 - 12 Monaten Überprüfung der Wirksamkeit

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