Psychische Erkrankungen

Oft sind psychische Erkrankungen nicht auf den ersten Blick erkennbar. Weder für die Mitmenschen, noch für einen selbst. Nicht selten reden wir uns schlechte, seelische Phasen schön: „Wenn erst mal das Projekt zu Ende ist …“, „Wenn der Chef endlich in den Ruhestand geht …“, „Wenn ich erst mal Urlaub habe …“, „Wenn ich dieses oder jenes Problem gelöst habe …“, „Wenn, wenn, wenn …“

Natürlich steckt auch nicht hinter jeder Belastung eine psychische Erkrankung. Tatsächlich sind diese aber auch gar nicht so selten.

Nachfolgend finden Sie einige Beispiele, die teilweise auch kombiniert auftreten können. Entscheidend ist zudem der Grad der jeweiligen Erkrankung, die unterschiedlich ausgeprägt sein können. In Ansätzen findet sich sicher der eine oder die andere wieder. Wenn das eigene Leben jedoch so davon geprägt ist, dass es dadurch eingeschränkt ist, könnte eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken.

Burnout

Burnout bezeichnet eine starke körperliche und emotionale Erschöpfung. Der Prozess ist meist schleichend. Ursache ist in der Regel chronischer Stress. Leistungsfähigkeit, Motivation und auch Lebensfreude sind stark eingeschränkt.

Depression

Eine Depression kann bereits seit der Kindheit an bestehen. Kennzeichen sind beispielsweise eine tiefe Traurigkeit, Interessens- und Antriebslosigkeit, mangelnde Lebensfreude, Schuldgefühle, ein geringes Selbstwertgefühl, Schlafstörungen, Müdigkeit,  Konzentrationsschwäche oder auch Appetitlosigkeit. Dabei muss man eine Depression deutlich von niedergedrückten Phasen unterscheiden. Kürzere oder auch längere Stimmungstiefs erlebt fast jeder Mensch in seinem Leben ein oder mehrere Male. Eine Depression kann verschiedenen Ursachen haben: beispielsweise genetische Veranlagung, hormonelle oder chemische Mängel im Gehirn, chronischer Stress, traumatische Erlebnisse oder individuelle Persönlichkeitsfaktoren.

Sucht

Süchte zeigen sich ganz unterschiedlich. Sie können sich sowohl durch eine körperliche als auch seelische Abhängigkeit bemerkbar machen. Meist denken wir zuerst an Genuss- oder Rauschmittel, wie Alkohol, Nikotin oder Drogen. Aber auch ein übersteigertes Verlangen etwas zu tun, kann eine Sucht sein: Spielsucht, Vergnügungssucht, Kaufsucht, Ess- oder Magersucht, Kaffeesucht, Sexsucht oder Internetsucht. Ja, sogar Kritiksucht gehört dazu. Streng genommen, kann sogar jede Routine oder Gewohnheit, die wir dringend brauchen, damit es uns schnell gut geht, eine Sucht sein. Das hängt davon ab, wie unwohl oder gar schlecht wir uns fühlen, wenn wir diese Routine nicht haben.

Phobien und Ängste

Phobien und Ängste beziehen sich auf Gegenstände bzw. Lebewesen oder Situationen. Spinnenphobien, Höhen- oder Flugangst, Klaustrophobie oder auch Zahnarztangst gehören sicher zu den bekanntesten. Auch Panikattacken gehören dazu. Meist versuchen die Betroffenen die Angst auslösenden Situationen zu vermeiden. Dies kann sogar so weit gehen, dass sich jemand sozial isoliert.

Zwänge

Wesentliche Kennzeichen von Zwängen sind immer wiederkehrende unerwünschte, Gedanken, die meist obsessiv sind, sowie zwanghafte Handlungen. Beides kann in Kombination auftreten. Die psychische Beeinträchtigung besteht vor allem in der Unfähigkeit, Gedanken oder Handlungen zu steuern oder zu unterdrücken. Dazu gehören beispielsweise Putzzwang, Kontrollzwang, sich immer das Schlimmste ausmalen, Waschzwang, Zahlzwang oder auch Zwänge im sexuellen Bereich.

Ziel der Zwänge ist es in der Regel, dadurch eventuelle Katastrophen zu verhindern: „Wenn ich das und das nicht mache, dann passiert etwas Negatives.“

Die Ursachen sind unterschiedlich. Kindheitserfahrungen, genetische Veranlagung, neurobiologische Vorgänge im Gehirn, traumatische Erlebnisse, überstarke moralische Vorstellungen oder individuelle Persönlichkeitseigenschaften können dazu gehören.

Psychosomatische Störungen

Von psychosomatischen Erkrankungen spricht man in der Regel dann, wenn seelische Belastungen körperliche Beschwerden hervorrufen und eine organische Ursache nicht erkennbar ist. Die Symptome bzw. Krankheitsbilder können mannigfaltig sein: beispielsweise Magen-Darm-Probleme, Migräne, chronische Schmerzen, Kreislaufstörungen, Schwindel und vieles mehr.

Belastungsstörungen

Zu unterscheiden sind zwei Arten von Belastungsstörungen: Die akute Belastungsstörung, die volkstümlich auch gern Nervenzusammenbruch genannt wird und sofort nach einem traumatischen oder belastenden Erlebnis auftritt. Und die Posttraumatische Belastungsstörung, die einige Zeit nach einem solchen Ereignis auftritt und chronisch werden kann. D. h. bewusst oder unbewusst leidet der- oder diejenige an dem Geschehen. Dies kann zu Persönlichkeitsveränderungen, Depression, Emotionslosigkeit, Schreckhaftigkeit und anderen einschränkenden Verhaltensweisen oder Charaktereigenschaften führen.

Essstörungen

Eine Essstörung kann verschiedene Ausprägungen haben. Beispielsweise Magersucht, Bulimie oder unkontrollierte Essanfälle. Sie äußert sich in der Regel darin, dass die Gedanken ständig ums Essen kreisen und der eigene Körper abgelehnt wird. 

Chronische Erschöpfung

Eine chronische Erschöpfung kann entweder die letzte Vorstufe zu einem Burnout oder bereits ein solcher sein.  Zu den Symptomen können körperliche als auch seelische Zeichen zählen: beispielsweise Grippegefühl, Halsschmerzen, Unruhe, Kopf- oder Gliederschmerzen oder Schlafstörungen.

Hypochondrie

Die Hypochondrie, oder auch Gesundheitsangst, ist die Angst vor Krankheiten. Insbesondere vor schweren Krankheiten. Hypochonder sind sehr auf ihren Körper fixiert, nehmen jede kleine Veränderung wahr und fürchten dann meist sofort, an einer oft unheilbaren Krankheit zu leiden. Sie gehen deutlich öfter zum Arzt als der Durchschnitt es tut. Diese existenziellen Sorgen können zeitweise oder dauerhaft auftreten. Rational wissen Hypochonder in der Regel, dass das Ausmaß ihrer Befürchtungen nicht der Realität entspricht. Daher ist auch diese psychische Erkrankung, wie viele andere auch, mit einer großen Scham verbunden.

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